Motivation
Die Digitalisierung ermöglicht die Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen und eröffnet neue Optionen in der Mobilität. Das bedeutet eine rasant wachsende Datenmenge im Fahrzeug, die echt zeitnah verarbeitet werden muss. Die hohen Anforderungen an Rechenleistung, Flexibilität und Effizienz verlangen neue Ansätze in der Mikroelektronik sowie in der Rechen- und Softwarearchitektur. Um diese Ziele zu erreichen, sollen die strategischen Projekte der Förderrichtlinie „MANNHEIM“ im Rahmen des „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ hochleistungsfähige Rechenplattformen, neuartige Fahrzeugarchitekturen sowie zukunftsfähige Softwareentwicklungsprozesse und -methoden erforschen.
Ziele und Vorgehen
FlexKI hat zum Ziel, die Hardware-Abhängigkeit aktueller Entwicklungsprozesse für KI-Anwendungen zu durchbrechen und einen offenen Referenzansatz für das Deployment (Softwareverteilung) von KI-Anwendungen zu definieren. Dazu werden zwei Entwicklungspfade verfolgt: das flexible Deployment von KI-Applikationen auf hoch-performanten, kommerziellen KI-Plattformen sowie ein abgestimmter Ansatz für die anwendungsoptimierte Prozessor- und Software-Entwicklung für eine neue, maßgeschneiderte und energieeffiziente KI-Plattform. Beide Pfade ermöglichen eine schnelle Migration von KI-Anwendungen auf andere KI-Plattformen, falls aufgrund von Protektionismus oder Lieferengpässen bestimmte Hardwarekomponenten nicht verfügbar sind. Dadurch können bisher enge Herstellerabhängigkeiten aufgebrochen werden.
Innovationen und Perspektiven
Auf Basis der geplanten Ergebnisse soll das Deployment von KI-Anwendungen auf unterschiedliche Zielhardware mit minimalem Ressourcenaufwand und Expertenwissen bei industriell vertretbaren Entwicklungsrisiko und -kosten durchgeführt werden können. Außerdem sollen die Arbeitsergebnisse Einfluss in relevante Standardisierungsgremien finden.