Motivation
Es ist eine Herausforderung, medizinische Daten sicher von einem Ort zum anderen zu übertragen und zu analysieren, z.B. wenn ein Patient von einem Unfallkrankenhaus in eine Fach- oder Rehaklinik verlegt wird. Unterschiedliche gesetzliche Regelungen und IT-Landschaften erschweren die Zusammenarbeit medizinischer Einrichtungen. Das Secur-e-Health-System will medizinischen Einrichtungen aller Art ermöglichen, diese Hindernisse mittels einer übergreifenden digitalen Plattform zu überwinden. Daten, die auf verschiedenen Systemen liegen, werden datenschutzkonform für Forschungs- und Analysezwecke nutzbar. Es wird ein effizientes patientenorientiertes Handeln ermöglicht.
Ziele und Vorgehen
Smart Fracture Care repräsentiert innerhalb des Secur-e-Health-Projekts den deutscher Anwendungsfall: Klinische Prozesse werden digitalisiert, um dadurch die Versorgung von Frakturen der langen Röhrenknochen zu verbessern. Röhrenknochenfrakturen sind in der EU eine der häufigsten Ursachen für andauernde Schmerzen und Mobilitätseinschränkungen und verursachen hohe Kosten im Gesundheitssystem und wirtschaftliche Einbüßen durch Arbeitsausfälle. Die Lebensqualität der Betroffenen und ihres Umfelds wird beeinträchtigt. Im Projekt sollen Informationen aus der elektronischen Gesundheitsakte, aus Patientenberichten sowie Bild- und Operationsdaten in einer sicheren Plattform integriert werden. Daten aus dem weiteren Heilungsprozess, die u.a. über Sensoren erfasst werden, werden eingebunden. Mit den patientenspezifischen Informationen sowie aus Expertenwissen wird ein durch Künstliche Intelligenz unterstützter, individueller Versorgungspfad aufgebaut. Immer steht die personalisierte Versorgung mit dem Schutz der Daten im Vordergrund.
Innovationen und Perspektiven
Dass Secur-e-Health System bietet eine hochwertige und personalisierte Versorgung des Patienten. Das deutsche Teilprojekt Smart Fracture Care ermöglicht die innovative Nutzung der Gesundheitsdaten im praxisnahen Behandlungsverlauf, wobei die Datenschutzregeln eingehalten und zugleich entscheidungsgesicherte Behandlungswege erstellt werden. Das Projekt dient auf diese Weise der besseren Versorgung der Patientinnen und Patienten und generiert neue Wertschöpfungsmöglichkeiten in den Behandlungszentren.