Motivation
Lösungen zum Materialtransport (Material-Handling) spielen eine Schlüsselrolle in Logistikund flexiblen Produktionsprozessen. Die Bandbreite angebotener Lösungen reicht von einfachen, manuell bedienten Hebezeugen bis zu Krananlagen, die in die zentrale Steuerung der Produktionsanlage integriert sind. Der internationale Wettbewerb im Bereich industrieller Logistiklösungen ist enorm groß und es besteht die Gefahr, dass deutsche Unternehmen zunehmend von Unternehmen aus anderen Wirtschaftsregionen am Markt verdrängt werden. Innovative Industrie 4.0 konforme Lösungen sollen dazu beitragen, die Position deutscher Unternehmen auf dem internationalen Markt durch Technologieführerschaft zu stärken.
Ziele und Vorgehen
Das Projekt „OPTIMUM“ adressiert innovative Konzepte für das Engineering, die Inbetriebnahme, die Steuerung sowie Überwachung von „Material Handling“ Lösungen. Dazu sollen eingebettete industrielle Steuerungsmodule mit eigener Laufzeitumgebung entwickelt werden, die modulare verteilte Steuerungsund Assistenzfunktionen ausführen können. Das System soll zunächst für das Material-Handling erarbeitet werden, später aber auch auf andere Bereiche der Produktion übertrag- und anwendbar sein. Im Einzelnen sollen Aspekte der verteilten Steuerung sowie Steuerungslogik und Anwendungen durch die Einbeziehung von Kontext- und Ortsinformationen verbessert werden. Dazu sollen Technologien aus dem Umfeld (I)IoT (Industrial Internet of Things) für reale industrielle Anwendungen angepasst und genutzt werden. Weitere Forschungsinhalte sind das Modell- und 3D-basierte Engineering und die Anlagenüberwachung.
Innovationen und Perspektiven
Die in OPTIMUM zu entwickelnden Technologien sollen Maschinen- und Hebezeughersteller, wie z.B. den Projektpartner TEREX, dazu befähigen, Hardwarevarianten der eingesetzten Steuerungstechnik zu reduzieren und gleichzeitig die Modularität der eingesetzten Software zu erhöhen. Kontext- und Positionsinformationen sollen Assistenzfunktionen erlauben, die zu höherer Effizienz, Komfort und Safety (funktionale Sicherheit) führen und somit die Chancen neuer innovativer Produkte am Markt verbessern. Unternehmen wie Bosch Rexroth, die heute klassische Steuerungstechnik vertreiben, wird damit ermöglicht, auf die Herausforderungen der Komponenten-basierten, verteilten industriellen Steuerung zu reagieren.