Motivation
Zur Bearbeitung von Unternehmensprozessen werden in kleinen wie in großen Unternehmen Softwaresysteme, sogenannte ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) eingesetzt. Es gibt ca. 400 Anbieter für ERP-Systeme in Deutschland, mit der SAP AG als Marktführer. Die existierenden Lösungen basieren zumeist auf einer reinen Prozessdatenerfassung oder bieten spezielle, beratungsintensive Schnittstellenlösungen an. Im Gegensatz zum herkömmlichen Ansatz soll in diesem Vorhaben die Kundensicht im Fokus stehen. Es wird eine Lösung entwickelt, die den gesamten Fertigungsprozess – vom Kundenauftrag über die Fertigungsplanung bis zur Maschinensteuerung – aus Sicht des Kunden abbildet. Zusätzlich soll die Lösung einfach und intuitiv anwendbar sein, ohne oder nur mit geringem Beratungs- und Programmieraufwand. Damit soll der Anwenderkreis für Maschinensteuerungen über SAP erhöht werden.
Ziele und Vorgehen
Die entwickelte Lösung wird anhand von Logistik- und Fertigungsprozesse aus dem Automobilbereich evaluiert. Dies erfolgt mit der Modellfabrik am Lehrstuhl für Automatisierung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Die Modellfabrik bietet für die Erprobung der geplanten SAP-Maschinen-Schnittstelle einen geeigneten Maschinenpark sowie eine hohe Expertise im Bereich von Maschinen-Kommunikationsmöglichkeiten. Dabei ist der Standard für den Datenaustausch OPC (Open Platform Communications) als Kommunikationsschnittstelle zwischen SAP und Maschine geplant. Die Nutzung dieses Standards schafft eine gute Basis für eine vertriebliche Skalierbarkeit der Lösung zu einem kostengünstigen, standardisierten SAP Softwareprodukt.
Innovationen und Perspektiven
Die Maschinensteuerung aus SAP wird für Automobil- und Zuliefererunternehmen entwickelt, die SAP einsetzen. Insbesondere sollen hier (kleine) Serienfertiger mit einem spezialisierten Maschinenpark und einem klar definierten Produktspektrum adressiert werden.