Motivation
Für die Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) in der Elektronikindustrie werden standardisierte Schnittstellen benötigt. Diese, z.B. der SMEMA-Standard (Surface Mount Equipment Manufacturers Association), können aber nicht direkt Daten übertragen, sodass zusätzliche viele Identifizierungspunkte (Code-Lese-Stationen) nötig sind. Mit dem neuen Kommunikationsstandard „IPC-HERMES-9852“ werden diese Code-Lese-Stationen überflüssig und zusätzlich bietet er die Möglichkeit, weitere Produktdaten zu übertragen. Um diesen Standard aber nutzen zu können, müssen alle Geräte in den Fertigungslinien das Hermes-Protokoll beherrschen, d.h. alle nicht-Hermes-fähigen Schnittstellen in der Fertigungslinie müssen erneu-ert werden.
Ziele und Vorgehen
Ziel von AHEAD I4.0 ist daher die Entwicklung eines Adapters für den Kommunikations-Standard „IPC-HERMES-9852“. Dazu soll über eine „Controller-Box“, welche die unterschiedli-chen Konfigurationen (SMEMA, Hermes aber auch kundenspezifische oder ungewöhnliche Schnittstellen) bedienen kann, die Hermes-Fähigkeit adaptiert werden. Der Controller soll auf einem Embedded-System aufbauen und skalierbar gestaltet sein. Zur Erprobung und Anpas-sung des Systems (Hard- und Software) wird eine Simulations- und Testumgebung benötigt, welche reale Fertigungslinien (oder Teile davon) abbildet. Dies ist in dem Forschungsfeld „Digi-talisierung und Industrie 4.0“ des Institut für Produktionstechnik der OSTFALIA Hochschule für angewandte Wissenschaften, gut realisierbar.
Innovationen und Perspektiven
Kurzfristig nach Projektende ist die marktreife Fertigstellung der Lösung geplant. Diese soll dann in die Handhabungsgeräte der Achat Engi-neering GmbH integriert werden.