Motivation
Die DIN 1045 schreibt vor, dass Verkehrsbauten und Parkhäuser jährlich auf Risse untersucht werden müssen. Diese Risse sind zu dokumentieren und zu verschließen. Üblicherweise werden Risse im Beton von einem Gutachter per Hand aufgenommen, mit Fotos dokumentiert und in Pläne übertragen. Das ist sehr aufwändig und birgt eine große Fehlerquote.
Ziele und Vorgehen
In diesem Projekt sollen mit einem 3D-Scansystem Risse halbautomatisch erfasst werden. Die IFSB Institut für Schadensbewertung GmbH hat zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung in Magdeburg und in Kooperation mit dem Flughafen Düsseldorf ein roboter-basiertes Risserkennungssystem und das ACD Verfahren (Automatic Crack Detektion) zur Detektion, georeferenzierten Kartierung und Vermessung von Rissen ab 0,2 mm in Stahlbetonflächen entwickelt. Grundsätzlich funktioniert das System, aber insbesondere zur Erhöhung der Scangeschwindigkeit, die maßgeblich für den Markterfolg entscheidend ist, wird nach Optimierungsmöglichkeiten gesucht.
Innovationen und Perspektiven
Hierzu soll die I4KMU-Testumgebung des FabLabs der Hochschule Ruhr West sowie dessen Software Know-how genutzt werden, um in einem interaktiven Prozess mit unterschiedlichsten 3DScanumgebungen unterschiedliche Bildverarbeitungsverfahren zu testen und das am besten geeignete Verfahren zu implementieren. Hinsichtlich der Verwertung besteht großes Potenzial, für das optimierte Risserkennungssystem auch andere Anwendungsdomänen und damit Kundenpotenzial zu erschließen.