Motivation
In Zukunft werden autonome System, wie Serviceroboter oder Fahrzeuge stärker mit dem Menschen kooperieren. Dabei müssen sie in vielfältiger Form kommunizieren, um sich gegenseitig abzustimmen. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Menschen und autonomen Systemen ist es erforderlich, dass sich beide gegenseitig besonders in kritischen Situationen unterstützen, und jeweils dann die Kontrolle übernehmen, wenn einer der Agenten alleine nicht weiterkommt. Die Gründe für eine Aufgabenübergabe können vielfältig sein, z.B. eine komplexe Situation, die ein autonomes System nicht bewältigen kann oder ein unerwartetes Ereignis, das die Aufmerksamkeit des Menschen benötigt. Eine der Hauptherausforderungen des Projekts ist die Frage, wie solche Kontrollübergaben gestaltet und durchgeführt werden müssen, und wie sie in die Planung eines autonomen Systems integriert werden können.
Ziele und Vorgehen
Das Hauptziel von TRACTAT besteht darin, dafür die Grundlagen am Beispiel cyber-physischer Systeme zu erforschen. Das Projekt möchte dazu eine neue Generation von Interaktionsplattformen entwickeln. Diese Interaktionsplattformen müssen Modelle zur Einschätzung der Aufmerksamkeit und der kognitiven Belastung von menschlichen Agenten, sowie dynamische Modelle der cyber-physischen Umgebungen enthalten und massive Multimodalität unterstützen. Statt vordefinierter Arbeitsabläufe und manueller Rekonfiguration müssen bei autonomen Systemen verstärkt maschinelles Lernen und algorithmische Aktionsplanung eingesetzt werden.
Innovationen und Perspektiven
In TRACTAT wird sich besonders auf die Bereiche fokussieren, bei denen eine optimale Art der Kontrollübergabe nicht offensichtlich ist. Hierbei wird das Hauptaugenmerk auf praktischen Szenarien im Bereich von Industrie 4.0 und Einzelhandel liegen. Zur Evaluierung sollen Demonstratoren entwickelt werden.