Motivation
Immer mehr Anwendungen in Industrie, Medizin, Wirtschaft und Wissenschaft nutzen Künstliche Intelligenz (KI). Dabei werden in vielen Fällen die Anforderungen an die Aufgaben und zu verarbeitenden Datenmengen immer komplexer. Gleichzeitig bleiben die Ressourcen, also die Geräte auf denen das KI-Programm läuft, aber begrenzt. Das Zusammenspiel von KI und Rechenkapazitäten läuft daher im Moment nicht unter idealen Bedingungen. Hier setzt die sogenannte „Frugale KI“ oder auch „Genügsame KI“ an. Diese zeichnet sich vor allem durch weniger Speicher- und Rechenbedarf aus. Die Frugale KI weiterzuentwickeln, leistet somit auch einen wichtigen Beitrag zum Thema Energieeffizienz.
Ziele und Vorgehen
Die Vorteile und die Wirksamkeit der in FAIRe angestrebten Frugalen KI sollen anhand einer Mensch-Roboter-Interaktion in der Praxis umfassend untersucht und demonstriert werden. Dafür werden mitunter spezielle Erweiterungen für Hardware und Compiler entwickelt. Die Ziele und Vorgehen werden über die gesamte Laufzeit gemeinsam durch das DFKI und die französische Forschungseinrichtung INRIA umgesetzt. Auf deutscher Seite werden die Arbeiten in den Forschungsbereichen Cyber-Physical Systems, Erweiterte Realität, Agenten und Simulierte Realität sowie im Robotics-Innovation-Center durchgeführt.
Innovationen und Perspektiven
Eine ressourcenbewusste KI voranzutreiben, wird neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen. So soll beispielsweise KI auf mobilen Geräten eingesetzt werden können, indem in FAIRe u. a. die Modellgröße verringert und der Stromverbrauch optimiert werden. Gleichzeitig werden die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich durch die intensive und fortschrittliche Zusammenarbeit gestärkt.