Motivation
Aufgrund des demografischen Wandels kann die wirtschaftliche Produktion bei schwindender Arbeitnehmerzahl nur durch den konsequenten Einsatz von Automatisierung erhalten und gesteigert werden. Viele derzeit noch nicht automatisierte Tätigkeiten weisen jedoch einen erheblichen Komplexitätsgrad auf, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Menschen. Eine Automatisierung in diesen Bereichen ist nur durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) möglich. Allerdings ist KI in der Anwendung sehr komplex und erfordert langwieriges sowie kostenintensives Training, das insbesondere für mittelständische Unternehmen finanziell oft schwer zu stemmen ist.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Vorhabens aiRobot ist die Entwicklung einer simulationsgestützten Trainingsplattform für intelligente Fertigungsroboter. Dabei wird der Roboterarbeitsplatz gescannt und automatisch ein digitaler Zwilling des gewünschten Fertigungsprozesses erstellt. Dieser digitale Zwilling kann dann in einer sicheren Simulationsumgebung umfassend vortrainiert werden. Anders als ein Training in der realen Umgebung kann dieses virtuelle Vortraining erheblich beschleunigt werden. Die Ergebnisse des virtuellen Trainings werden anschließend auf den realen Roboter übertragen, der dann nur noch für einen Bruchteil der aktuell benötigten Zeit in realer Umgebung nachtrainiert werden muss.
Innovationen und Perspektiven
Die geplante Softwarelösung soll nach Abschluss des Projekts als Produkt für fertigende Unternehmen aller Art entwickelt werden. Damit trägt das Vorhaben dazu bei, den Wirtschaftsstandort Deutschland schneller zu automatisieren. Im Kontext des zunehmenden Fachkräftemangels hilft das Projekt zudem, vorhandene Fachkräfte gezielt für Abläufe und Prozesse einzusetzen, in denen menschliche Arbeit unersetzlich ist.