Motivation
Eine intuitive Sprachsteuerung und Konversation mit Sprachrobotern ist durch Lösungen wie Siri oder Alexa allgegenwärtig. Die Sprachinteraktion mit Endgeräten, Maschinen und Anlagen wird zunehmend nachgefragt, da sie eine Bedienung ohne Hände, auf Distanz und ohne Sichtkontakt ermöglicht. Anwendungsspezifische Sprachsteuerungen für mechanische Geräte und Automaten im industriellen Umfeld haben sich jedoch bislang nicht etabliert. Insbesondere die Sicherheit der Bedienung und Datenschutzfragen stellen hohe Hürden bei der Einführung dar.
Ziele und Vorgehen
DialoKIM entwickelt Methoden und Lösungen, um insbesondere KMU dabei zu unterstützen, ihre Maschinen und Anlagen mit intelligenten Spracheingabe- und -ausgabesystemen auszustatten. Mit einem digitalen Zwilling wird die Sprachsteuerung zunächst in Verbindung mit einer simulierten Maschine virtuell erprobt und anschließend auf Maschinen der assoziierten Partner übertragen. Um Sprachmodelle anwendungsspezifisch für die intelligente Sprachsteuerung von Werkzeugmaschinen und Endgeräten für Konsumenten anzutrainieren, wird eine generalisierbare Methodik entwickelt. Durch ein nutzerbezogenes und systemübergreifendes Konzept sollen Sprachsteuerung und Sprachausgabe erlernt werden. Für eine ganzheitliche Betrachtung und Validierung werden anwendungsfall-spezifische, insbesondere sicherheitskritische Randbedingungen verknüpft.
Innovationen und Perspektiven
Maschinenbauer können durch eine intelligente Sprachsteuerung und eine neuartige User Experience insbesondere für ihre internationalen Kunden einen hohen Nutzen generieren, indem sie eine konstante Ausschöpfung der Leistungsfähigkeit ihrer Anlagen und Geräte „Made in Germany“ ermöglichen und ihre Marktposition stärken. Dies ist besonders relevant angesichts einer starken internationalen, insbesondere chinesischen Konkurrenz, die große Anstrengungen unternimmt, Marktanteile zu gewinnen.