Motivation
Wenn es um die Einrichtung der eigenen vier Wände geht, steht gezielt die Suche nach Mobiliar und Accessoires im Mittelpunkt. Insbesondere bei den Abmaßen sind Standardmöbel, wie beispielsweise Regale oder TV-Schränke, häufig nicht passend. Daraus resultiert ein Bedarf nach konfigurierbaren Möbeln für die passgenaue Einrichtung. Ein individueller Auftrag beim Schreiner ist jedoch abstimmungsintensiv und teuer. Dadurch entsteht die Nachfrage nach smarten Online-Konfigurationslösungen.
Ziele und Vorgehen
Innerhalb des Projekts wird eine Smart-Device-Anwendung entwickelt, die zunächst mittels standardmäßig integrierter LiDAR-Technologie (Light Detection and Ranging, dreidimensionales Laserscanning) das Aufmaß der zu möblierenden Räumlichkeiten durch den Anwender erfasst. Diese Technologie ist bereits bei zahlreichen Smartphone-Modellen vorhanden und wird zukünftig noch weiter verbreitet sein. Nach dem Aufmaß schlägt ein Algorithmus Möbel vor, die von der Größe her in die erfassten Räumlichkeiten passen. Per „Wisch-Funktion“ kann der Anwender die vorgeschlagenen Möbel bewerten, wobei der Algorithmus anhand der erfassten Nutzerpräferenzen die Möbelvorschläge im Zeitverlauf verfeinert. Zusätzlich kann der Anwender die Vorschläge mit Freunden und Familie teilen, um deren Feedback einzuholen. Am Ende sieht der Anwender ein optisch ansprechendes und passgenaues Möbelstück in seinen Räumlichkeiten projiziert. Anschließend kann er den Bestellprozess auslösen. Die iperMö-App übermittelt den entsprechenden Designentwurf an den angeschlossenen Möbelshop, der diesen an den ausgewählten lokalen Schreinerbetrieb zur Fertigung und Auslieferung weiterleitet.
Innovationen und Perspektiven
Neben dem KMU Okinlab wird durch die Integration zahlreicher lokaler Schreinereien, die als assoziierte Partner teilnehmen, auch der Mittelstand insgesamt durch iperMö profitieren, da sich das System zukünftig auf weitere Anwendungsgebiete wie Landschafts- und Gartenbau oder Innenarchitektur transferieren lässt. Das August-Wilhelm Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH (AWSi) ist als Forschungs- und Entwicklungspartner beteiligt.