Motivation
Roboterbasierte Messverfahren ermöglichen eine reproduzierbare Beurteilung von Produkten hinsichtlich verschiedenster objektiver physikalischer Qualitätskriterien. Durch eine Kopplung der Messrobotik mit Methoden der Psychophysik und der experimentellen Psychologie ist es bereits heute möglich, eine ganzheitliche Evaluation der Produktqualität an verschiedenen Funktionselementen durchzuführen. Die heutigen Systeme bieten jedoch keine vollständige Virtualisierung roboterbasierter Qualitätssicherungsprozesse, die die Qualitätssicherung frühzeitig in Form rein virtueller und auch hybrider Prototypentests ermöglichen.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Projektes ROBVRAR ist die Entwicklung eines virtuellen Messroboters sowie dessen Verknüpfung mit einem allgemeingültigen Werkzeug zur Erstellung funktioneller virtueller Prototypen zu einem virtuellen Qualitätsprüfstand. Erstmalig werden die Verfahren zur „Haptischen Prüfung eines Objektes“ mit den Ansätzen des funktionalen virtuellen Prototypen (FDMU) und des Smart Hybrid Prototyping (SHP) gekoppelt. Dieser weltweit neue Ansatz zur erstmaligen und vollständigen Virtualisierung roboterbasierter Qualitätssicherungsprozesse bietet das Potenzial, die roboterbasierte Qualitätssicherung frühzeitig in Form rein virtueller und auch hybrider Prototypentests durchzuführen. Die so möglich werdende frühzeitige Ermittlung von objektiven und subjektiven Qualitätskriterien zukünftiger Produkte erleichtert deren schnellere und kostengünstigere Herstellung in wenigen Entwicklungsschritten. Darüber hinaus können die Produkte durch früheren Einbezug subjektiver Evaluationskriterien besser an die Bedürfnisse des Kunden angepasst und hinsichtlich ihrer Qualität so gesteuert werden, dass nur die tatsächlich benötigte Qualität umgesetzt wird.
Innovationen und Perspektiven
Die Kernarbeit des Projektes besteht in der Entwicklung verschiedener Werkzeuge für die Kopplung der genannten Verfahren, um Prototypen in der erforderlichen Modellgüte zu virtualisieren und die virtuellen Prototypen durch Kopplung mit einem Eingabegerät haptisch erlebbar zu machen. So wird eine multimodale, also gekoppelte visuelle, akustische und haptische Interaktion mit dem Menschen erzielt. Zudem kann der Messroboter in der für die Qualitätsprüfung erforderlichen Modellgüte virtualisiert werden.