Motivation
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Produktionsprozesse immer weiter automatisieren. Gleichzeitig werden statt standardisierter immer individuellere Produkte nachgefragt. Eine Lösung für diese Herausforderung ist es, KI-basierte Robotik-Konzepte zu erforschen und zu entwickeln und sie in digitale Wertschöpfungsketten von Industrie 4.0 einzubinden. Das Projekt „GecKI“ trägt zu dieser Lösung bei, indem Methoden der Künstlichen Intelligenz erforscht werden, um ein hocheffizientes Greifsystem für innovative Robotertechnologien zu entwickeln. Ziel ist es, das Greifsystem dazu zu befähigen, Objekte zu erkennen und diese Informationen in eine angepasste Wechselwirkung umzusetzen. Eine Besonderheit liegt in der bio-inspirierten Technologie des Greifens, die von Geckos und deren Fähigkeit, an Decken zu klettern, inspiriert wurde: Es besteht eine besondere Haftstruktur, bei der unterschiedlich starke mechanische Kräfte genutzt werden, um ein Objekt anzuhaften bzw. wieder zu lösen.
Ziele und Vorgehen
Im Projekt soll eine kompakte, kognitive Sensorik mit KI-basierter Datenauswertung in das Greifsystem integriert werden. Für die Entwicklung der Sensorik werden die Fähigkeiten des „Gecko-Greifers“ in verschiedene Level gegliedert (z.B. die Fähigkeit, das Objekt genau zu lokalisieren oder die Anpresskraft zu quantifizieren). Dabei werden zunehmend komplexe Daten erzeugt und mithilfe von KI ausgewertet. Basierend darauf soll eine auto-adaptive Robotersteuerung entwickelt werden, die möglichst offen gegenüber vielen proprietären Robotersystemen ist.
Innovationen und Perspektiven
Am Ende des Projekts soll ein Demonstrator verschiedenen Industrieanwendern vorgeführt und deren Feedback in Verbesserungen des Systems einfließen. Zusammenfassend soll das Projekt „GecKI“ einen großen Fortschritt hinsichtlich intelligenter, selbstregulierender und damit anpassungsfähiger Handhabungsprozesse bringen, der von KMUs und Großunternehmen gleichermaßen genutzt werden kann.