Motivation
Je innovativer und radikaler die Ideen für ein neues Produkt sind, desto wichtiger ist es, möglichst früh offene Fragen identifizieren bzw. diese Ideen mit anderen teilen und validieren zu können. Prototyping bietet eine essentielle Basis für Erkenntnisse zur Machbarkeit oder Tragfähigkeit solcher Produktkonzepte. So ist Prototyping zentrales Element für Innovation, wie bspw. Design Thinking, spielt aber auch eine wichtige Rolle in der Software-Entwicklung, wie bspw. agilen Prozessen. Prototyping kann helfen, den Problemraum besser zu verstehen, die Kreativität im Hinblick auf neue Lösungen anzuregen oder erste Lösungsideen aufzubereiten und zu dokumentieren, bzw. erste Rückmeldungen zu kritischen Fragestellungen zu erhalten. Ein großer Vorteil des Prototyping sind die vergleichsweise geringen Kosten und einfachen Werkzeuge. Prototyping spielt damit eine Schlüsselrolle im Hinblick auf das „Fail-Fast-Succeed-Earlier Paradigma“. Dieses Paradigma wird von Fachleuten als wesentliches Kennzeichen der Innovationskultur des Silicon Valley betrachtet, da das schnelle Lernen aus Misserfolgen den Weg zu großen Innovation bereitet.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Projektes „ProFI“ ist es, die Methode des Prototypings soweit zu systematisieren und verständlich aufzubereiten, dass sie auch von eher unerfahrenen Firmen leichter angenommen werden können und auf diese Weise einen kosteneffizienten und risikominimierenden Schlüssel zur Innovation ermöglichen. Das Projekt soll neben der methodischen Unterstützung auch Prototyping Werkzeuge zu zukunftsorientierten Technologien entwickeln (IoT, AR/VR, Web-Apps) und in einem gemeinsamen Framework verankern, sodass auch neue zusammenhängende, technologieunterstützte Serviceketten mit Prototyping erprobt werden können. Die Methoden und Werkzeuge werden in Projekten der KMUs evaluiert und auf dieser Grundlage weiter optimiert.
Innovationen und Perspektiven
Die Verwertung der Ergebnisse ist mehrschichtig. Sie sieht die Anwendung der Werkzeuge in den Kundenprojekten vor und ermöglicht die Erweiterung des Serviceangebotes der beteiligten Firmen. Darüber hinaus sollen die Werkzeuge als Open-Source-Lösungen für alle interessierten KMU bereitgestellt werden. So sollen sie über einen webbasierten, interaktiven Methoden-/Werkzeug-Finder darauf zugreifen können.