
Die Nachwuchsförderung begleitet gezielt qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über alle Qualifizierungsstufen hinweg – von Studierenden über Promovierende bis hin zu Postdocs. Ziel ist es, Talente zu entwickeln, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und sie langfristig in der Wissenschaft zu halten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Forschungsfeldern Künstliche Intelligenz (KI), Informatik und angrenzenden Disziplinen. Dabei stehen für uns die berufliche Weiterbildung, Stärkung der Sichtbarkeit von Talenten und ihrer Forschung, den Aufbau vielfältiger Netzwerke sowie die Berücksichtigung aller Diversitätsdimensionen im Mittelpunkt.
Maßgeschneiderte Förderung: Karrierephasen im Fokus
Mit langjähriger Erfahrung haben wir im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit dem Ministerium passgenaue Fördermaßnahmen für unterschiedliche Karrierephasen konzipiert und entwickelt. So unterstützt beispielsweise die Maßnahme „Software Campus“ (SWC) Promovierende der Informatik dabei, Führungskompetenzen zu stärken und sich auf verantwortungsvolle Positionen vorzubereiten.
Wir beobachten kontinuierlich die sich wandelnden Anforderungen und Rahmenbedingungen der Nachwuchsförderung, um Förderlandschaften strategisch weiterzuentwickeln und innovative Maßnahmen vorzuschlagen.
AI Grid: Interdisziplinäre Vernetzung für KI-Talente
Als ein herausragendes Projekt haben wir die europäische Plattform AI Grid betreut: Sie vernetzt Masterstudierende und Promovierende im KI-Bereich interdisziplinär und international mit Unternehmen, Innovationszentren und Forschungseinrichtungen. Über 20 Mikro-Fokus-Gruppen zu spezifischen KI-Themen, geleitet von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren, fördern den fachlichen Austausch und schaffen Orientierung innerhalb der gesamten KI-Community – bereits vor und während der Promotion.
Postdoc-Förderung: Internationale Forschungskooperationen stärken
Im Bereich der Postdoc-Förderung haben wir das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) umgesetzte Programms IFI (vormals FIT und FITweltweit) konzipiert, begleitet und maßgeblich vorangetrieben. Seit 2008 ermöglicht dieses Programm forschungsorientierte Auslandsaufenthalte für Postdocs (bis zu 24 Monate) und Promovierende (bis zu 12 Monate) an renommierten Partnerinstituten in Nordamerika, Japan und weiteren Ländern. Ergänzend können Reisekosten, Familienzuschläge und Rückkehrstipendien beantragt werden.
Gemeinsam mit dem BMFTR und dem DAAD haben wir zudem das Programm Postdoc-NeT-AI entwickelt und begleitet, das herausragende KI-Postdocs aus dem Ausland gezielt für die deutsche Forschungslandschaft gewinnt und langfristig integriert. Kern sind halbjährliche, virtuelle Vernetzungswochen zu aktuellen KI-Themen, die den Austausch und die Präsentation der Forschung fördern. Darauf aufbauend können durch individuelle Forschungsreisen zu deutschen Partnern und durch bis zu dreimonatigen Forschungsaufenthalte die Kontakte weiter vertieft werden. So profitieren nationale Forschungseinrichtungen vom direkten Zugang zu hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die stetig wachsende „AI-NeT-Datenbank“ dokumentiert und vernetzt diese Talente nachhaltig.
Unabhängige KI-Nachwuchsgruppen
Im Auftrag des BMFTR haben wir außerdem drei Richtlinien zur Förderung unabhängiger KI-Nachwuchsgruppen mitentwickelt und umgesetzt. In über 50 geförderten Projekten werden der wissenschaftlichen Nachwuchs gestärkt und Innovationen vorangetrieben. Besonders hervorzuheben ist die Initiative „ExperTeam4KI“, die sich exklusiv an KI-Nachwuchswissenschaft-lerinnen richtet. Damit konnten wir dazu beitragen, strukturelle Ungleichheiten in der KI-Forschung abzubauen und mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.
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Ansprechperson
Alexander von Schmidt
E-Mail: alexander.vonschmidt@dlr.de
Tel.: +49 30 67055 753