Motivation
Durch die schnelle Verbreitung über soziale Medien und andere Online-Kanäle ist Desinformation zu einer ernsthaften Bedrohung für die gesellschaftliche Stabilität und Sicherheit geworden. Aktuelle Ereignisse wie der Ukrainekrieg und die Corona-Pandemie haben gezeigt, wie stark gezielte Falschinformationen und Intransparenz die öffentliche Meinung beeinflussen können. Genau hier setzt das Vorhaben „VeraXtract“ an.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Projekts ist es, eine Plattform zu schaffen, die kontinuierlich verschiedene Informationsquellen überwacht, um Desinformationstrends zu erkennen und zu analysieren. Dabei werden Künstliche Intelligenz (KI) und Methoden der sogenannten Erklärbaren KI eingesetzt, um die erfassten Informationen verständlich darzustellen. Dies soll es Nutzern ermöglichen, Desinformationskampagnen und -narrativen auch über Ländergrenzen hinweg besser zu verstehen und darauf zu reagieren. Im Rahmen des Projekts werden mehrere Kernarbeiten durchgeführt. Dazu gehört die Extraktion und Zusammenfassung von gezielten Falschinformationen aus Texten, Bildern und Audiodateien, die Entwicklung einer Wissensdatenbank zur Speicherung und Analyse dieser Informationen sowie die Bereitstellung von verständlichen Erklärungen im Sinne der Benutzerfreundlichkeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse, um Vertrauen in die KI-Systeme zu schaffen.
Innovationen und Perspektiven
Langfristig sollen alle gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse von „VeraXtract“ dazu beitragen, die Gesellschaft widerstandsfähiger gegen Desinformation zu machen. Die entwickelten Lösungen haben das Potenzial, nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit Anwendung zu finden und könnten in Zukunft die Grundlage für neue Standards in der Bekämpfung von Desinformation bilden. Hierzu werde die für das Vorhaben aufgearbeiteten Datensätze auf Fachkonferenzen publiziert und offen zur Verfügung gestellt.