Motivation
Für mikroelektronische Komponenten, die unter anspruchsvollen Bedingungen arbeiten, z.B. in der systemrelevanten Infrastruktur oder in Embedded Systems für Fahrzeuge, müssen diese den aktuellen Zuverlässigkeits- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Projektes COMPAS ist die Entwicklung von KI-Methoden und einer Softwareplattform, um komplexe konventionelle Modelle mikroelektronischer Bauteile bzw. Komponenten zu reduzieren und sie zur Vorhersage und Optimierung von mechanischer Robustheit, Funktionssicherzeit und Zuverlässigkeit zu nutzen. Mithilfe der „Digitalen Zwillinge“ realer Komponenten können die reduzierten kompakten Modelle die Effizienz des Designs, die Qualitätssicherung und den Austausch von Produktinformationen entlang der Wertschöpfungskette (Supply Chain) für Hightech-Systeme entscheidend verbessern. Darüber hinaus eignen sich Kompaktmodelle besser, um mittels KI-Methoden, die Entscheidungsfindung in komplizierten Designprozessen oder auch das Zusammenwirken komplexer Systeme im praktischen Einsatz zu unterstützen, denn der Einsatz von Kompaktmodellen benötigt weniger Software und Hardwareressourcen für die Simulation. Damit lässt sich die Echtzeitfähigkeit als wichtige Voraussetzung für sicherheitskritische Systeme, z.B. Fahrzeuge oder Produktionsanlagen, preiswerter und wirtschaftlicher realisieren.
Innovationen und Perspektiven
Die softwaretechnische Umsetzung soll als Referenzplattform mit sicherem Datenaustausch realisiert werden, mit der eine unternehmensübergreifende Anwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Entwicklung, Lieferung, Anwendung) möglich wird. COMPAS bietet als deutsches ITEA-Teilprojekt die Chance für eine europaweit standardisierte Methodik, die den Austausch systemrelevanter Informationen und Parameter für elektronische Komponenten, vor allem in der Fahrzeug- und Automatisierungsbranche, ermöglicht.