Motivation
Binnen- und Seehäfen sind wichtige Beteiligte in den globalen Logistik- und Versorgungsketten. Jüngste Ereignisse zeigen, dass die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und ihrer Logistikprozesse essenziell für die globale Wettbewerbsfähigkeit ist. Das Projekt will daher die betriebliche Effizienz von multimodalen, maritimen Transportvorgängen verbessern, die Umweltauswirkungen dieser Vorgänge verringern und die notwendige Digitalisierung innerhalb der logistischen Lieferkette mittels eines entsprechenden Datenraums ermöglichen.
Ziele und Vorgehen
Das Projekt Optimal-LOADS adressiert drei Herausforderungen von Transportvorgängen im maritimen Umfeld, die sich aus der Verlagerung von Diensten in die Cloud ergeben: Es gilt, Daten mit unterschiedlichen Datenformaten zu verarbeiten, mit möglichen instabilen Internetverbindungen während des Transports umzugehen und bei allem die Datenhoheit der Beteiligten zu garantieren. Mit Gaia-X wird eine sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für Europa bereitgestellt. Auf die dort entwickelte Referenzarchitektur baut Optimal-LOADS auf. Hierbei gilt es die Anforderungen zu berücksichtigen, die sich ergeben, wenn in einem maritimen Datenraum gemischt proprietäre, persönliche und öffentliche Daten verarbeitet werden. Ein standardisiertes Datenmanagement wird hierfür entwickelt. Im Umgang mit potentiell instabilen Internetverbindungen muss dafür gesorgt werden, dass die verarbeitenden Algorithmen direkt bei den Daten sind. Ein entsprechendes Konzept wird hier entwickelt, das u.a. auf Ontologien nutzt und geringe Bandbreite für den Datenaustausch vorsieht.
Innovationen und Perspektiven
Das Projekt Optimal-LOADS wird wichtige Beiträge für die maritime multimodale Logistik-Lieferkette leisten. Gaia-X wird durch einen logistischen Datenraum ergänzt und damit neue Perspektiven für die Logistikbranche eröffnet. internationale Software-Standards für den souveränen Datenaustausch werden vorangetrieben.