Motivation
Komplexe High-Tech-Systeme – wie z.B. autonome Fahrzeuge, vernetzte Verkehrsinfrastrukturen und hoch-automatisierte Produktionssysteme – spielen in unserer Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle. Gerade durch neue Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist es heute möglich, diese Systeme flexibel für sehr komplexe Aufgaben einzusetzen. Komplexe Einsatzszenarien erfordern sehr zeitaufwändige Konfigurations- und Optimierungsvorgänge für diese Systeme, die in der Regel von Menschen durchgeführt werden. In ASIMOV-D wird untersucht, wie KI genutzt werden kann, um komplexe High-Tech-Systeme automatisch zu konfigurieren und zu optimieren. Mithilfe eines Digitalen Zwillings des physischen Systems werden im Labor gefahrlos automatisiert optimale Systemkonfigurationen und -kalibrierungen ermittelt, die dann auf das physische System übertragen werden können.
Ziele und Vorgehen
Für hochautomatisierte Fahrzeuge müssen beispielsweise Steuergeräte und Sensorik optimal für das jeweilige Fahrzeug konfiguriert und kalibriert werden. Eine konkrete Aufgabenstellung für autonome, urbane Transportfahrzeuge ist z.B. die Umfelderfassung im Hinblick auf die Verringerung von Ressourcen bei höchsten Sicherheitsstandards zu optimieren. Darüber hinaus wird im Projekt erforscht, wie die durch die KI ermittelten Konfigurationen und Kalibrierungen für den digitalen Zwilling sicher auf das physische System übertragen und mögliche Abweichungen kompensiert werden können. Zudem werden neue Ansätze entwickelt, um das System im Betrieb kontinuierlich zu überwachen und Abweichungen vom erwarteten Verhalten schnellstmöglich identifizieren und beheben zu können.
Innovationen und Perspektiven
Das übergeordnete Ziel der deutschen Partner dieses Vorhabens ist, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im Bereich der KI insbesondere in Bezug auf ihren Einsatz in sicherheitskritischen Anwendungsgebieten zu stärken. Das deutsche Teilkonsortium strebt an, die Kompetenzen sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf wirtschaftlicher Seite so weit auszubauen, dass ein Einsatz von KI in zentralen sicherheitskritischen Bereichen wie dem hochautomatisierten Fahren möglich wird, um ein neues Qualitätslabel „Trustworthy Autonomous Systems made in Germany“ zu etablieren.