Motivation
Im stark individualisierten Gussprozess wirkt sich eine Vielfalt an Einflussgrößen (Chargengröße, Geometrien, Grundwerkstoff, Werkzeuggestaltung, Prozessgrößen, Maschinenbedingungen etc.) auf die Qualität und den spezifischen Energie- und Ressourceneinsatz des Produktes aus. Aufgrund der komplexen Randbedingungen und den dabei vorherrschenden schwierigen Umgebungsbedingungen sowie im Vergleich zu anderen Prozessen der metallverarbeitenden Industrie ist der Automatisierungsgrad in Anlagensteuerung und -regelung noch gering. Das erschwert eine durchgehend energieeffiziente Prozesssteuerung und gleichzeitige homogene Produktqualität.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Projektes MoDiGi ist es, am Beispiel des Schleudergusses, mit BaSys als Grundlage eine erste systembezogene Anwendung des Industrial Internet of Things (IIoT), die die Produktions-Performance in Gießereibetrieben steigert, zu entwickeln. So soll es über eine geeignete IT-Plattform ermöglicht werden, die Zustandsparameter in anlagennahen Steuerungen oder Regelungssystemen kontinuierlich zu optimieren.
Innovationen und Perspektiven
Um die anvisierten Projektziele zu erreichen, müssen von der Adaption der Kernfunktionalitäten von BaSys bis hin zur erstmaligen anlagennahen Integration einige innovative Entwicklungsschritte erfolgen. Die Grundstruktur von BaSys soll zur Implementierung anlagennaher Regelungssysteme für einen industriellen Einsatz im Gießereibereich adaptiert werden. Dazu soll erforscht werden, wie die notwendigen Prozesse beobachtet und über virtuelle Sensorik zusätzlich integriert werden können, um eine durchgängige Analyse der essenziellen Prozessparameter im Schleuderguss zu erreichen. Die vorhandenen Bestandssysteme sollen effizient für die Steuerung und Regelung über die Verwaltungsschale erweitert oder nachgerüstet werden. Dies kann z.B. erfolgen, indem Edge Management-Systeme integriert und modulare cyber-physikalische Komponenten entwickelt werden.