Motivation
Ziel dieses Projekts ist es, die während einer Schieneninspektion bei Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erfassten Daten per Cloud-Lösung aus dem fahrenden Zug an eine stationäre Messwertanalyse zu übertragen.
Ziele und Vorgehen
Bisher werden die gesamten Daten auf einem Datenträger aufgezeichnet und dieser dann physisch an einer Bahnstation ausgetauscht und zur Datenanalyse eingeschickt. Dabei handelt es sich um Datenmengen im Umfang von bis zu 148 GByte pro Fahrstunde, bzw. 1,2 – 1,8 TByte für eine gesamte Zugfahrt. Damit können diese bisher erst mit einer Verzögerung von zwölf Stunden bis zu mehreren Tagen auf Schäden durch Unwettereinflüsse oder Havarien ausgewertet werden. Mit entsprechender Verzögerung können die Bahnbetreiber auch erst notwendige oder präventive Weichen/Gleis-(Bett)-Wartungen oder ggf. auch Streckensperrungen einleiten. Durch die verbesserte Verfügbarkeit von LTE und einer Analysemöglichkeit in der Cloud werden sich für die Kunden schnellere und gezieltere Eingriffsmöglichkeiten sowie verbesserte Auswertemöglichkeiten ergeben. Sicherheitsaspekte können damit noch besser berücksichtigt werden.
Innovationen und Perspektiven
Die entsprechenden Hard- und Software-Schnittstellenlösungen werden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS entwickelt und ge-testet.