Deutsch-tschechische Kooperation

Förderung von deutsch-tschechischen Forschungsvorhaben im Bereich Industrie 4.0

Als Projektträger für das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, ehemals BMBF) haben wir maßgeblich die Strategien, Bekanntmachungen und Maßnahmen zur Förderung deutsch-tschechischer Forschungsvorhaben im Bereich Industrie 4.0 mitentwickelt, gestaltet und umgesetzt. Unser Engagement zielt darauf ab, internationale Forschungs- und Entwicklungskooperationen als Schlüssel zur Bewältigung komplexer, grenzüberschreitender Herausforderungen zu etablieren. Durch den gezielten Austausch zwischen Wissenschaftler*innen verschiedener Länder schaffen wir Synergien, die nicht nur die Innovationskraft der Unternehmen stärken, sondern auch wirtschaftliche Beziehungen nachhaltig festigen.

Bilaterale Kooperationen gezielt fördern

Im Auftrag des BMFTR haben wir länderübergreifende Förderprogramme organisiert – sei es auf europäischer Ebene im EUREKA Cluster ITEA oder weltweit mit ausgewählten Partnern. Besonders hervorzuheben sind unsere bilateralen Förderbekanntmachungen mit Tschechien und Frankreich, bei denen wir die fachliche Begleitung und administrative Steuerung verantwortet haben. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit im Bereich Industrie 4.0, wo wir die komplexe Abstimmung unterschiedlicher nationaler Ausschreibungs-, Begutachtungs- und Bewilligungsverfahren in klaren formalen Aufgabenbeschreibungen („Terms of Reference“) strukturiert haben.

Innovationsdialog für KMU stärken

Auf Basis der gemeinsamen Absichtserklärung des damaligen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF – jetzt BMFTR) und des tschechischen Ministeriums für Industrie und Handel haben wir die Richtlinie zur Förderung technologieübergreifender und anwendungsorientierter Forschungs- und Entwicklungsvorhaben speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gestaltet. Diese richtete sich gezielt an KMU aus beiden Ländern, um risikoreiche, vorwettbewerbliche Projekte im Industrie4.0-Bereich zu realisieren und so Innovationspotenziale zu heben.

In zwei Ausschreibungsrunden haben wir insgesamt 11 deutsch-tschechische Kooperationsprojekte ausgewählt, deren Themen von IT-Anwendungen in der Produktion über Softwareverlässlichkeit und -sicherheit bis hin zu Cyber Physical Systems, Prozesssimulation und virtuellen Technologien reichen. Jedes Projekt trägt dazu bei, die Digitalisierung und Vernetzung der Industrie voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen zu stärken.

Umfassende Begleitung und Vernetzung als Erfolgsfaktor

Wir haben in dieser Maßnahme Förderinteressenten und Projektteilnehmende – auch solche ohne vorherige Fördererfahrung – mit einem intensiven Beratungsangebot betreut. Dieses umfasste Förderbedingungen, fachliche und administrative Anforderungen, Konsortialbildung, branchenspezifische Besonderheiten sowie die Vernetzung mit wichtigen Multiplikatoren. Begleitend organisierten wir eine Informations- und Networking-Veranstaltung, bei der rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen beider Länder zusammenkamen, um Partnerschaften im Industrie 4.0-Bereich zu knüpfen. Die Vernetzung der geförderten Projekte und der Austausch zu Ergebnissen und Transferaktivitäten wurden zudem im Rahmen der Mittelstandskonferenz 2018 als spezieller deutsch-tschechischer Erfahrungsaustausch gefördert. So schaffen wir nachhaltige Impulse, die weit über die einzelnen Fördermaßnahmen hinaus wirken.

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Ansprechperson

Roland Mader
E-Mail: roland.mader@dlr.de
Tel.: +49 30 67055 701


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