Motivation
Dank kurzer Programmlaufzeiten bei geringem Energieverbrauch bilden leistungsstarke Computer mit mehreren Prozessoren, sogenannte Multiprozessorsysteme, heute die technologische Basis für die meisten Systeme aus der Automobilbranche, der Telekommunikation, der Unterhaltungselektronik und vieles mehr. Trotz des großen Erfolgs existieren bis heute nur wenige Werkzeuge, mit denen sich Multiprozessorsysteme effizient programmieren lassen. An diesem Punkt setzt das Vorhaben EM-RAM an, in dem für Softwareentwickler eine integrierte Entwicklungsumgebung für neuartige, dynamische Multiprozessorarchitekturen entwickelt werden soll. Besonders innovativ ist der Ansatz, neben der reinen Leistungsfähigkeit auch den Stromverbrauch im Programmierprozess zu berücksichtigen.
Ziele und Vorgehen
Die im Vorhaben konsortialführende Silexica GmbH bietet hier bereits Lösungen für die effiziente Programmierung von Multiprozessor-System-Software für eingebettete Systeme an. Die Technologie von Silexica soll mit Forschungsergebnissen der Projektpartner RWTH Aachen und TU Dresden so erweitert werden, dass neue Anwendungsfälle aus der Industrie in den Bereichen Cyber-Physical Systems, der Automobilindustrie und Industrie 4.0 sowie neue Anforderungen, insbesondere Energieeffizienz, unterstützt werden. Als Anwendungsfall soll eine Videofunktion zur Objekterkennung im Fahrzeugumfeld untersucht und in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner videantis GmbH prototypisch umgesetzt werden.
Innovationen und Perspektiven
Die KMU Silexica GmbH und videantis GmbH werden mit den Projektergebnissen ihr Software-Produktangebot und ihr Dienstleistungsportfolio auf weitere zukunftsrelevante Anwendungsdomänen erweitern und somit ihr Kundenspektrum vergrößern können. Für die RWTH Aachen und die TU Dresden werden die Projektergebnisse dazu beitragen, ihre Expertise im Bereich Multiprozessor-Architekturen auszubauen und für zukünftige Forschungskooperationen nutzbar zu machen.