Motivation
Der Güter- und Warenverkehr hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine funktionierende Logistik ist für eine reibungslose Abwicklung von entscheidender Bedeutung. Im Zeitalter der Digitalisierung ist Logistik zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Das Zusammenspiel der verschiedenen Partner (z.B. Schienen-, Straßen- und Schiffsverkehr) muss optimal funktionieren. Kritische Punkte sind hier die Umladestellen, also Terminals bzw. logistische Knoten.
Ziele und Vorgehen
Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Optimierung der Planung für logistische Knoten. Dazu sollen Layoutplanung und Logistiksimulation in einem Tool integriert werden. Das geplante Werkzeug ermöglicht es, statische Layouts – erstellt auf einem berührungsempfindlichen und intuitiv zu bedienenden Planungstisch – direkt in ein funktionsfähiges dynamisches Simulationsmodell mit hinterlegten Logistikstrategien zu übertragen. Besonders die hinterlegten Strategien sind eine zentrale Komponente der Integration, da sie das fehlende Bindeglied zwischen Layoutplanung und Simulation darstellen. Dadurch werden die Stärken der Einzellösungen, wie intuitive, kooperative Layoutplanung sowie dynamische Prozesssimulation, in einer umfassenden Lösung kombiniert. Die entwickelte Lösung soll am Beispiel von Binnenhafenumschlagplätzen und Terminals für den kombinierten Verkehr (z.B. Schiene und Straße) erprobt werden.
Innovationen und Perspektiven
Die Projektinnovation unterstützt direkt eine effiziente und schnelle Planung von logistischen Knoten, die für einen bedarfsgerechten Ausbau der Transportinfrastruktur erforderlich sind. Allein in Deutschland existieren mehr als 300 logistische Knoten, die unmittelbar von dem Forschungsvorhaben profitieren können. Durch die angestrebte Entwicklung können die Projektpartner ihren Kunden mittelfristig Software mit einem erheblich erweiterten Funktionsumfang bzw. bessere Beratungsleistungen zur Verfügung stellen. Gleichzeitig wird die Qualität der Lehre verbessert.