Motivation
Das Projekt SEPEG zielt auf die Entwicklung eines Systems zur technischen Erfassung und objektiven Bewertung von Gerüchen, vor allem in größeren Arealen. Damit sollen Geruchsemissionen, beispielsweise von Müllverwertungsanlagen, Industrie- oder landwirtschaftlichen Betrieben, erfasst und gleichzeitig die Belastung der betroffenen Bürger, insbesondere der Anwohner, durch störende Gerüche quantifiziert werden.
Ziele und Vorgehen
Der Bedarf für eine solche Messtechnik ist groß, denn Gerüche bestimmen unser tägliches Leben: Sie beeinflussen unser Wohlbefinden und warnen uns vor Gefahren, etwa verdorbenen Lebensmitteln oder Bränden. Die Fortschritte in der mobilen Gasmesstechnik und besonders in der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglichen einen völlig neuen Ansatz, bei der sensorgestützten Messung von Gerüchen einen Bezug zur Wirkung auf den Menschen herzustellen. Derzeit existiert eine solche Lösung noch nicht.
Innovationen und Perspektiven
Für die Geruchsbewertung im Außenbereich werden derzeit im europäischen und nationalen Kontext Standards gesetzt. Die angestrebte technische Lösung wird auf diesen Standards basieren und Kunden in Industrie und Kommunen mit einem 24/7-Monitoring zur Prüfung der Korrelation von Anwohnerrückmeldungen und Anlagenprozessen ausstatten. Dies ermöglicht eine schnelle Reaktion im Sinne einer guten Nachbarschaft von Industrie und Anwohnern. Hierfür werden in SEPEG folgende Komponenten gemeinsam entwickelt und systemisch integriert: eine Methodik und Softwareplattform zur Erfassung und Abbildung der menschlichen Geruchswahrnehmung, hochempfindliche Multikanal-Gasmesstechnik sowie Kalibrierstandards für miniaturisierte mobile Messsysteme.