Motivation
Ein Energiemanagement wird aktuell meist nur bei größeren industriellen Betrieben umgesetzt. Klein- und Kleinstbetriebe mit energieintensiven Geräten verfügen derzeit noch nicht über eine günstige, skalierbare und einfach zu handhabende Technik, um ihren Energieverbrauch zu analysieren und zu optimieren. Mithilfe einer Energiemanagementlösung können beispielsweise Lastspitzen beim Stromverbrauch und damit erhöhte Gebühren für die maximale Anschlusslast durch das Starten von Geräten in unterschiedlicher Reihenfolge vermieden oder intensive Stromverbraucher und unnötiger Betrieb der Komponenten durch transparente Lastprofile mit einzeln aufgelösten Geräten festgestellt werden. Zusätzlich kann durch das Ausnutzen von Zeiten mit niedrigen Tarifen bzw. der Nutzung selbst produzierter Energie zu Hochtarifzeiten eine Optimierung stattfinden.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Projekts „iE-Services“ ist es, eine kostengünstige und leicht erweiterbare kombinierte Hard- und Software-Lösung für Klein- und Kleinstbetriebe zur Energieoptimierung und Kostensenkung zu entwickeln. Der digitale Energiemanager wird als modulare Plattform realisiert, dessen Komponenten über ein selbstkonfigurierendes Bussystem aneinandergereiht zusammengesteckt werden. Er erfasst, analysiert und visualisiert die Verbrauchsstruktur der Unternehmen, empfiehlt Strategien zur Einsparung elektrischer Energie und bietet die Option zur automatischen Steuerung der angeschlossenen Geräte auf Basis dieser Handlungsempfehlungen.
Innovationen und Perspektiven
Nutzer und Anbieter des Systems, das in Zusammenarbeit mit Energieversorgungsunternehmen (EVU) betrieben werden soll, profitieren gleichermaßen von einer Optimierung der Leistungsauslastung der Stromnetze, der Reduktion des Primärenergieeinsatzes und der damit verbundenen Kostenreduktion in der Netzführung.